Erfolgreiches Verschmelzungsjahr 2013

Rosenheim, 17. Februar 2014

Die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG kann für das Jahr 2013 auf ein sehr gutes Ergebnis zurückblicken. Die Verschmelzung zur größten Volksbank Raiffeisenbank in Bayern wurde erfolgreich umgesetzt. Das Wachstum und auch die Ertragslage waren auf überdurchschnittlichem Niveau. „Die Bank ist für die Zukunft bestens gerüstet.“, berichteten die beiden Sprecher des Vorstandes Konrad Irtel und Hubert Kamml hocherfreut.

Die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim eG blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurück. Die Bilanzsumme stieg um 4,6 % auf 3,9 Milliarden Euro (Vorjahr 3,8 Milliarden Euro). Die gute Ertragslage der Bank führt zur weiteren Stärkung des Eigenkapitals. Zum Jahresende hat die Bank ein haftendes Eigenkapital von 523 Millionen Euro ausgewiesen. „Die starke Kapitalbasis der Bank ist das Ergebnis nachhaltiger Arbeit über viele Jahre.“, so Vorstandssprecher Konrad Irtel.

„Das Jahr 2013 war ein besonderes in der Geschichte der Bank.“, sagte Vorstandssprecher Hubert Kamml zur Verschmelzung zur neuen Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG, die 2013 aus der VR Bank Rosenheim-Chiemsee eG und der Volksbank Raiffeisenbank Mangfalltal-Rosenheim eG entstanden ist. Dafür erforderlich war die Zustimmung der Mitgliedervertreter beider Häuser, die im Mai mit überwältigender Mehrheit erteilt wurde. Im Oktober erfolgten die Eintragung im Genossenschaftsregister sowie die technische Verschmelzung. In zwölf Projektgruppen wurden dafür über 4.000 Einzelfragen geklärt. „Damit dies alles gelingen konnte, mussten wir die Menschen für dieses Vorhaben gewinnen.“, erklärte Kamml. Die besondere Verantwortung für die Region, erstklassiger Service und Beratung sowie ein gutes Betriebsklima sind in den Leitlinien der Bank verankert. Selbstverständlich war für die Umstellungen, vor allem bei Kontonummer und Bankleitzahl, eine ausführliche Kundeninformation wichtig. Entscheidend war aber auch ein gutes Timing. „Eine zu frühe Verwendung von neuen Nummern hätte zu Fehlbuchungen geführt. Dies haben wir vermieden.“, erläuterte Kamml. Der Bank ist es weiter wichtig, für jeden Kunden persönlich da zu sein.

Durch die Verschmelzung ist die größte Volksbank Raiffeisenbank in Bayern mit Sitz in Rosenheim entstanden. Bedeutend für die Kunden ist vor allem, dass die Bank ihrem Konzept der Dezentralität und Verantwortung vor Ort treu bleibt. Verschmelzungsmotto war: „Größer werden, um sich das Kleinsein leisten zu können“, so Vorstandssprecher Irtel. Kunden profitieren von dem erweiterten Geschäftsstellennetz, den hauseigenen Spezialisten, der weiter erhöhten Leistungsfähigkeit bei Investitionen und der hohen Kapitalkraft durch eine langfristige Sicherheit in der Partnerschaft.

Die 66.477 Mitglieder der Bank erhielten mit der im November versandten goldenen VR-BankCard PLUS eine Innovation. Inhaber dieser Karte bekommen bei über 100 Partnerunternehmen in der Region Rabatte und Vorteile bei ihrem Einkauf. Weitere sind laufend willkommen. Da Unternehmen aller Branchen mitmachen, ist für jeden Kunden etwas dabei. Teilnehmende Unternehmen profitieren von der Werbung auf der Homepage der Bank und können mithilfe einer eigenen App gefunden werden. „Die VR-BankCard PLUS kommt hervorragend an. Seit Einführung hat sich die Zahl der monatlichen Neumitglieder mehr als verdoppelt.“, so Kamml. Selbstverständlich sind auch die Lagerhäuser der Bank als Partner mit Rabatten dabei. Vordergründig sei für die Genossenschaft jedoch, dass sie eine Wertegemeinschaft ist. Der Vorstand betonte die Unabhängigkeit von großen Kapitalgebern und die Verpflichtung der Bank den Mitgliedern gegenüber. Gleich mit Beginn des Jahres 2014 wurden 659 neue Mitgliedervertreter (inkl. Ersatzvertreter) gewählt, die aus allen Teilen des Marktgebietes der Bank stammen. Diese seien ein wichtiges Bindeglied in der genossenschaftlichen Selbstbestimmung, erläuterte Irtel. In regelmäßigen Veranstaltungen stehen die Vertreter in Dialog mit der Geschäftsleitung ihrer Genossenschaftsbank.

Für die 200.000 Kunden der Bank werden 7,8 Milliarden Euro an Geldanlagen und Krediten betreut. Das Wachstum von über 5 % im Verschmelzungsjahr hatte den Vorstand erfreut. Die Entwicklung des Kreditgeschäfts erläuterte Vorstand Dr. Walter Müller. Mit mehr als 5.000 neuen Krediten in Höhe von insgesamt 634 Millionen Euro konnte das Volumen auf 2.695 Millionen Euro um über 3 % gesteigert werden. Die gute wirtschaftliche Lage und solide Eigenkapitalausstattung des Mittelstands förderte das Geschäft. Kunden profitierten neben dem günstigen Zinsniveau besonders von der Beratung zu öffentlichen Förderkrediten. Die auf die Region konzentrierte Kreditpolitik bringt der Vorstand einfach auf den Punkt: „Ist es nicht schön, wenn Geld dort bleibt, wo es verdient wird?“.

Vorstand Walter Geser ging auf die Entwicklung der Einlagen und der Leistungen der Verbundpartner der Bank ein. Im Vordergrund steht Qualität, sowohl in Bezug auf die Beratung, als auch auf die Produkte. Beratung ist kein einmaliger Vorgang. Entscheidend für den Erfolg ist, dass ein Berater Zeit für seine Kunden hat. Es muss regelmäßig geprüft werden, ob aufgrund geänderter Ziele des Kunden oder neuer Rahmenbedingungen Anpassungsbedarf besteht. Dank des hohen Kundenvertrauens konnten die bilanziellen Kundeneinlagen um über 5 % auf 2.983 Millionen Euro gesteigert werden. „Unsere Kunden wissen, wo ihr Geld sicher ist.“, so Geser. Für Vermögensaufbau und Altersvorsorge nahmen Wertpapierfonds weiter an Bedeutung zu. Vor allem aufgrund der demografischen Entwicklung ist der Bedarf an privater Vorsorge sehr hoch. Durch attraktive Konditionen, besonders für junge Menschen, hat auch das Bausparen eine deutliche Steigerung erfahren. Im Bereich Versicherungen hatte das Hochwasser im Juni 2013 besonders bewegt. Ein beträchtlicher Teil der Schäden war da, wo man sie nicht erwartet hätte – abseits der Flüsse. Mit 62 Mitarbeitern werden im Versicherungsbereich über 50.000 Kunden betreut. Der regionale Immobilienmarkt sei weiterhin sehr lebhaft, die hohe Nachfrage biete Chancen für Verkäufer gute Preise zu erzielen, wie die Immobilienvermittlung der Bank berichtet. Mit Spezialberatern an den Standorten Rosenheim, Bad Aibling, Wasserburg, Grassau und Ottobrunn wurden über 200 Immobilienobjekte erfolgreich vermittelt.

Die Bank sieht sich als Teil der Region und leitet daraus eine besondere Verantwortung ab. Mehr als 330.000 Euro an Spenden und Sponsoring flossen in die Bereiche Soziales, Bildung, Sport und Kultur. Das Engagement der Bank in Stiftungen wurde um 1,3 Millionen auf 4,5 Millionen Euro ausgeweitet. Die Bank investiert zudem laufend in ihre 70 Geschäftsstellen. Die Aufträge, die daraus im vergangenen Jahr an die heimische Wirtschaft flossen, belaufen sich auf über 9,7 Millionen Euro. Das größte aktuelle Projekt ist dabei das Dienstleistungszentrum Bad Aibling, das im Sommer 2014 bezogen wird. Zur Wertschöpfung in der Region tragen auch die Gewerbesteuerzahlungen sowie über 45 Millionen Euro für Gehälter, Lohnsteuer und Sozialversicherungen bei.

Als „Investition in die Zukunft von Bank und Region“ bezeichnete Hubert Kamml die Aus- und Weiterbildung der Bank. In 2013 seien allein 6.135 Weiterbildungstage zusammen gekommen. Mit der Verschmelzung haben sich die Möglichkeiten der Mitarbeiter zur persönlichen Weiterentwicklung erhöht. Der Anteil der Auszubildenden ist höher als 10 %. Die Qualität der Ausbildung spiegelt sich auch in neun Staatspreisen für hervorragende Ausbildungsabschlüsse wider. Aktuell sucht die Bank neue Auszubildende für den Start im Jahr 2015. Unter anderem arbeitet die Bank mit der Hochschule Rosenheim zusammen, um auch berufsbegleitende Studiengänge zu ermöglichen. Für über 1.000 Mitarbeiter ist die Volksbank Raiffeisenbank ein sicherer und attraktiver Arbeitgeber.

Ergänzend zum persönlichen Kontakt bietet die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG auch ein telefonisches Servicecenter und ein umfassendes Online-Angebot. Kunden erreichen die Bank bequem auf jedem Weg. Immer beliebter wird dabei die VR-Banking-App, deren Nutzung sich 2013 verdoppelt hat.

Von Vorstandsprecher Irtel wurden die zahlreichen Herausforderungen für ein mittelständisches Kreditinstitut erläutert. Ein intensiver Wettbewerb ist wünschenswert, zahlreiche Großbanken profitieren jedoch nach wie vor von milliardenschweren Staatshilfen, was nach seinen Aussagen den fairen Wettbewerb verzerrt. Die EZB hat den Leitzins in 2013 auf 0,25 % gesenkt. Was insbesondere Staaten in der Schuldenkrise unterstützt, geht in Deutschland aber zu Lasten der Sparer. Auch solide wirtschaftende Kreditinstitute erleben durch den Niedrigzins rückläufige Zinserträge. Die Regulierung greift in viele Bereiche des täglichen Lebens mit teilweise negativen Auswirkungen ein. Für ein regionales Kreditinstitut stellen die immer zahlreicher werdenden Gesetzesnovellen einen erheblichen Aufwand dar. Bei Themenfeldern wie Basel III fehlt es zudem oft an der Rücksichtnahme auf Besonderheiten des deutschen Bankenmarktes, obwohl dieser im internationalen Vergleich große Stärken aufweist. „Mehr Vernunft statt mehr Tempo“ war die klare Forderung von Konrad Irtel an die Politik. Ein Riesenprojekt war in 2013 die Umstellung des Zahlungsverkehrs auf SEPA, was zusätzlich zur Verschmelzung gut gemeistert wurde.

Den Ausblick für das Jahr 2014 bezeichnete Konrad Irtel als sehr positiv. Die Bank ist für die Zukunft bestens gerüstet. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, um die guten gesamtwirtschaftlichen Aussichten des Jahres auch zu nutzen.

Erfolgreiches Verschmelzungsjahr 2013
Der Vorstand der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG freut sich mit der VR BankCard PLUS über goldene Zeiten für die Mitglieder (v.l.): Dr. Walter Müller, Konrad Irtel (Sprecher), Hubert Kamml (Sprecher) und Walter Geser.