Das sind die Lebensretter vom Innspitz

Unser Mitarbeiter Helmut Mittermeier rettete zum wiederholten male ein Leben

Seine Hilfsbereitschaft und Zivilcourage ist Vorbild für uns alle!

Rosenheim, 10. August 2015

Unser Mitarbeiter Helmut Mittermeier rettete zum wiederholten male ein Leben
Lebensretter Helmut Mittermeier, Mitarbeiter der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG

Rosenheim - In der Nacht zum Samstag fiel eine Betrunkene in die Mangfall. In ihrem Zustand drohte sie unterzugehen – doch ein Student reagierte schnell und sprang hinterher.

Helmut Mittermeier heißt der Mann, der einer 51-jährigen Rosenheimerin in der Nacht zum Samstag das Leben rettete, indem er sie wieder aus der Mangfall zog. Alleine hätte die apathisch wirkende Frau das wohl nicht mehr geschafft.

Der 26-Jährige saß mit Freunden - alle Studenten der Hochschule Rosenheim - am Innspitz und genoss die laue Sommernacht. Dann fiel seinem Kommilitonen Michael Spornraft gegen 0.30 Uhr eine Frau auf, die sehr angetrunken wirkte.

Kommilitone spricht die Frau an

"Sie kippte langsam den Abhang hinunter Richtung Wasser, lag da herum", beschreibt Mittermeier das Geschehen. Doch als Spornraft die Frau ansprach und Hilfe anbot, antwortete sie, dass sie ihre Ruhe wolle und beschwerte sich noch über die Belästigung. "Für uns war klar: Die Frau ist in ihrem Zustand nicht mehr zurechnungsfähig", so Mittermeier.

Die Studenten beschlossen den Notruf zu wählen. Genau in diesem Moment aber "will sich die Frau aufraffen, verliert das Gleichgewicht und fällt in die Mangfall", beschreibt der junge Mann, der neben seinem Studium eine duale Ausbildung bei der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG macht, die Szene.

"Sie schwamm wie Treibholz"

"Die Frau zeigte überhaupt keine Regung und trieb ab in Richtung Inn. Es war klar, dass sie es alleine nicht hinbekommen würde, wieder aus dem Wasser zu kommen", schildert der 26-Jährige unserer Redaktion den dramatischen Moment. „Sie schwamm in der Mangfall wie Treibholz“, so Mittermeier. Sofort reagierte der Student und sprang hinterher in die Mangfall.

Einmal war ihr Kopf auch bereits unter Wasser, doch Mittermeier holte sie schnell wieder über die Wasseroberfläche und schwamm mit ihr zurück zum Ufer.

Gymnasiasten kommen zu Hilfe

Währenddessen riefen seine Freunde Schüler des Ignaz-Günther-Gymnasiums hinzu, die ebenfalls am Innspitz den Abend verbrachten. Die Gymnasiasten halfen mit, die Frau an Land zu ziehen und brachten Decken, um sie zu wärmen. Reanimiert werden musste sie glücklicherweise nicht.

"Etwa zehn Minuten später waren dann die Rettungskräfte da", erzählt Mittermeier weiter. Die 51-Jährige wurde ins Klinikum Rosenheim gebracht, übernachtete danach zur Ausnüchterung bei der Polizei.

"Ich bin eigentlich ein miserabler Schwimmer"

Ausgebildeter Rettungsschwimmer ist Helmut Mittermeier nicht – im Gegenteil. „Ich bin eigentlich ein miserabler Schwimmer“, lacht er. Aber er ist ein junger Mann, der mit wachen Augen und Hilfsbereitschaft durch die Welt geht.

Vor ein paar Jahren hat er schon einmal geholfen, als er gebraucht wurde. Ein Radfahrer lag in Rosenheim am Wegesrand, er war gestürzt und hatte sich dabei „seinen Schädel aufgerissen“, so Mittermeier. Auch da half er nach Kräften, versuchte den Verletzten zu stabilisieren und alarmierte den Notarzt.

Die jungen Lebensretter vom Innspitz  - sie haben darauf geachtet, was in ihrem Umfeld passiert. Ihre Hilfsbereitschaft und Zivilcourage ist Vorbild für uns alle!

Dieses Foto entstand am Freitagabend am Innspitz: Die Studenten, die später einer Frau das Leben retteten. Hinten in der Mitte: Helmut Mittermeier, der in die Mangfall sprang. Michael Spornraft (rechts im Bild) wurde auf die Betrunkene aufmerksam. Die weiteren Studenten von rechts: Mona Schmid, Kristina Esterl, Katharina Finster, Annemarie Moosner und Sebastian Finster. Foto: Helmut Mittermeier

Quelle: rosenheim24.de