Der Kreisverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Rosenheim und Umgebung blickt zufrieden auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück

Rosenheim, den 11. April 2019

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v.links: Christian Weber, Raiffeisen-Volksbank Ebersberg eG, Anton Wendlinger, Raiffeisenbank Oberaudorf eG, Hubert Kamml, Vorsitzender des Kreisverbandes, Christian Trattner, stv. Vorsitzender des Kreisverbandes, Florian Kreuz, Raiffeisenbank Griesstätt-Halfing eG und Werner Strasser, Raiffeisenbank Tattenhausen-Großkarolinenfeld eG

Die Vorstände der sechs Volksbanken und Raiffeisenbanken in Rosenheim und Umgebung berichten über eine positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2018. Sowohl im Einlagengeschäft, wie auch im Kreditbereich konnte ein Plus verzeichnet werden. Das betreute Kundenvolumen, also die Summe der bilanziellen und außerbilanziellen Kundenkredite und -einlagen, ist insgesamt um 400 Mio. Euro und somit um 3,0 Prozent auf 13.617 Mio. Euro gestiegen. Die kumulierte Bilanzsumme der sechs Genossenschaftsbanken im Kreisverband erhöhte sich um 3,6 Prozent auf 6.577 Mio. Euro. Auch das Eigenkapital konnte im Jahr 2018 um 3,6 Prozent auf 854 Mio. Euro aufgestockt werden.

Kundenkredite und Kundeneinlagen wachsen auf solider Basis

Die Kreisverbandsbanken sind ein verlässlicher und solider Partner für die mittelständische Wirtschaft und ihre Privatkunden in der Region. So konnte die positive Entwicklung im Kreditgeschäft in 2018 fortgesetzt werden. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Ausleihungen um 6,0 Prozent auf 4.956 Mio. Euro an. Die Kundeneinlagen wuchsen um 2,9 Prozent auf 4.969 Mio. Euro. „Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen wächst die Bedeutung von alternativen Anlagemöglichkeiten für unsere Kunden stetig. Die hochqualifizierte Genossenschaftliche Beratung ist hier ein wesentlicher Schlüssel und Erfolgsfaktor für eine kundenoptimierte Geldanlage“, so Hubert Kamml, Vorsitzender des Kreisverbandes. Alle bayerischen Genossenschaftsbanken erteilten 2018 rund die Hälfte der Zusagen für Programmdarlehen der LfA Förderbank Bayern von rund 680 Mio. Euro. Dies entspricht einer Steigerung um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Warengeschäft und Immobilienvermittlung

Die Banken im Kreisverband betreiben 8 Raiffeisen Lagerhäuser mit einem Warenumsatz von 48 Mio. Euro. Diese sehr gute Leistung wurde von 86 motivierten Mitarbeitern erzielt. Im Berichtsjahr wurden des Weiteren 243 Immobilien vermittelt.

Spannender Blick in die Historie der Volksbanken Raiffeisenbanken in Bayern

Hubert Kamml berichtet, dass sich das haftende Eigenkapital der bayerischen Volksbanken Raiffeisenbanken seit 2008 von 9.300 Mio. Euro auf 17.600 Mio. Euro nahezu verdoppelt hat. Die Bilanzsumme ist in dieser Zeit um 47 % gestiegen. Diese Erfolgsbilanz zeigt auch auf, dass die Kredite an Firmenkunden um 79 % und die Kredite an Privatkunden um 52 % in den letzten zehn Jahren gestiegen sind. Die Vergleichszahlen aller anderen Bankengruppen in Bayern liegen hier bei 8 % und 20 %. „Hier zeigt sich sehr deutlich das nachhaltige und erfolgreiche Wirtschaften der bayerischen Genossenschaften“, freut sich der Kreisverbandsvorsitzende. Der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Christian Trattner ergänzt hierzu, dass sich der Genossenschaftsverband Bayern für eine „verhältnismäßige Regulierung“ der Regionalbanken eingesetzt hat und bereits eine spürbare Entlastung erreichen konnte.

Die Rahmenbedingungen für die Kunden und die Volksbanken Raiffeisenbanken verändern sich laufend

Die Herausforderungen der zunehmenden Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit (VUCA) zeigen sich auch in den weltweiten wirtschaftlichen und politischen Verstrickungen der sogenannten „global Player“. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt, USA und China, befinden sich weiterhin in einem Handelskrieg. Ein möglicher ungeregelter BREXIT und die stark unterschiedliche Wirtschaftskraft innerhalb der EU sind ein ernstes Thema. Auch die Verhandlungen der Deutschen Bank mit der Commerzbank über eine mögliche Verschmelzung beschäftigt die Bankenwelt. „Wie aus zuletzt zwei schwachen Banken eine Superbank werden soll, bleibt abzuwarten“, so Christian Trattner.
„Bayern kann gemessen am Bruttoinlandsprodukt, als einer der Motoren der deutschen und europäischen Wirtschaft bezeichnen werden. Doch sind viele Industriezweige direkt oder indirekt vom Export abhängig“, erläutert Hubert Kamml. „Die Bankenlandschaft ist geprägt von immer schneller voranschreitender Digitalisierung und Veränderungen der Gewohnheiten der Mitglieder und Kunden“, so der Vorsitzende. Große Technik-Konzerne und FinTechs, wie zum Beispiel Amazon, Google, CHECK24 drängen in das Bankgeschäft. „Unsere Kunden nutzen zunehmend die digitalen Möglichkeiten für ihre Bankdienstleistungen, aber auch das klassische Filialgeschäft behält weiterhin seine Bedeutung“, berichtet Hubert Kamml.

Soziale Verantwortung für die Region

„Letztes Jahr haben wir den 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen gefeiert. In § 1 des Genossenschaftsgesetzes ist verankert, dass der Zweck darauf gerichtet ist, die Wirtschaft und die sozialen sowie kulturellen Belange der Mitglieder zu fördern. Aus diesem Grundgedanken heraus sehen wir uns in der Verantwortung einen Teil unseres Erfolges zurückzugeben“, betont Hubert Kamml.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden von den sechs Genossenschaftsbanken über 1 Mio. Euro für Stiftungen, Spenden und Sponsoring in den Bereichen Soziales, Bildung, Sport und Kultur zur Verfügung gestellt. Ein Beispiel hier ist die finanzielle Unterstützung des Hagelforschungsvereins bei der Weiterentwicklung des Projekts ROBERTA zur effektiveren Hagelabwehr. Mit der kostenlosen App „Frisch vom Hof“ werden Direktvermarkter und Verbraucher in der Region vernetzt. Mithilfe der Traditionsveranstaltung „Job in Sicht“ werden seit knapp 20 Jahren jedes Jahr rund 2.200 Schulabsolventen in ihrer Berufsfindung unterstützt.

Die Banken haben im Jahr 2018 insgesamt rund 10,8 Mio. Euro an Gewerbesteuer bezahlt, das sind 500.000 Euro mehr als im Vorjahr. Sie gehören somit zu den soliden und großen Steuerzahlern in den Städten und Gemeinden der Geschäftsgebiete. Investitionen wurden in Höhe von 15 Mio. Euro getätigt. Hier ist es den Kreisverbandsbanken sehr wichtig, diese Aufträge an Handwerker und Dienstleister aus der Region zu vergeben. Löhne und Gehälter wurden in Höhe von 55 Mio. Euro bezahlt. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Rosenheim und Umgebung beschäftigen insgesamt 1.219 Mitarbeiter, davon 112 Auszubildende.

Zukunft in der Region sichern

 „Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorherzusagen, sondern auf die Zukunft vorbereitet zu sein“. Mit diesem Zitat von Perikles bekräftigt Hubert Kamml die positive Entwicklung der Volksbanken Raiffeisenbanken seit der Bankenkrise in 2008/2009. Der genossenschaftliche Grundgedanke erhält aktuell weltweit mehr Aufmerksamkeit denn je. „Wir werden uns auch in Zukunft den weiteren Herausforderungen und Aufgaben stellen und die nötigen Veränderungen aktiv vorantreiben, um für unsere Mitglieder, Kunden und die Menschen in der Region weiterhin der kompetente Partner für ihre Bankgeschäfte zu sein. Die Digitalisierung betrachten wir hier als große Chance“, so Hubert Kamml.

Weitere Informationen

Kreisverband

Kreisverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Stadt und Landkreis Rosenheim

Interessenvereinigung der Volksbanken Raiffeisenbanken Rosenheim und Umgebung

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