Ordentliche Vertreterversammlung der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG

10 Milliarden Euro Kundenvolumen überschritten

Vorstand und Aufsichtsrat freuen sich über das höchste Wachstum der Geschichte der Bank

Rosenheim, 06. Juni 2018

Überblick (Stand 12.2017):

  • Bilanzsumme: 4.895 Mio. Euro (+ 8,9 %)

  • Kundenkredite: 3.562 Mio. Euro (+ 9,0 %)

  • Kundeneinlagen: 3.796 Mio. Euro (+ 8,8 %)

  • Betreutes Kundenvolumen: 10.317 Mio. Euro (+ 9,5 %)

  • Mitglieder: 78.737

  • Kunden: über 200.000

  • Rund 1.000 Mitarbeiter

  • 68 Geschäftsstellen und 12 SB-Stellen

  • Sehr gutes Wachstum und überdurchschnittliche Ertragslage

  • 200 Jahre Friedrich Wilhelm Raiffeisen

  • Hohes soziales Engagement in der Region

  • Verschmelzung mit der Raiffeisenbank Höhenkirchen und Umgebung eG erfolgreich abgeschlossen

Stolz auf die beeindruckenden Zahlen.
(v.l.): Mirko Gruber, stellvertretender Vorstandssprecher, Andreas Struß, Verbandsrevisor des Genossenschaftsverbandes Bayern, Prof. Dr. Josef Stadler, Aufsichtsratsvorsitzender, Siegfried Drexl, Revisionsdirektor des Genossenschaftsverbandes Bayern, Hubert Kamml, Vorsitzender des Vorstandes.

Chancen und Herausforderungen

195 Mitgliedervertreter konnte Hubert Kamml, Vorsitzender des Vorstandes der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG, im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim begrüßen. In seinem Bericht ging Hubert Kamml auf die aktuelle weltwirtschaftliche Lage im Spannungsfeld von politischen Risiken sowie auf die Herausforderungen des Finanzmarktes ein. In Europa weisen alle Länder aktuell wieder ein positives Bruttoinlandsprodukt aus, was für einen starken europäischen Handelsraum spricht. Wie sich allerdings die neue Steuer- und Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump auswirken wird, bleibt abzuwarten. Auch in Europa bestehen Brennpunkte, die teilweise gar nicht mehr so richtig im Bewusstsein sind. „So drängt zum Beispiel beim Brexit die Zeit und das Fenster für Lösungen ist klein“, berichtete Hubert Kamml.

Gefahren für die wirtschaftliche Stabilität zeigen sich auch in den „faulen Krediten“ in einigen Ländern der Eurozone. So stehen zum Beispiel fast 50 % aller Kredite in Griechenland länger als 90 Tage zur Rückzahlung aus. In Zypern sind es 34 %, in Portugal 18 % und in Italien immer noch 12 %. Zum Vergleich in Deutschland 2 %. Mit Bedenken sieht die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG deshalb die Planungen für eine europäische Einlagensicherung. Diese würde dazu führen, dass über kurz oder lang auch stabile Banken für Verluste aus den Problemkrediten unsolider Geldhäuser haften müssten.

In der Digitalisierung sieht die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG große Chancen für eine weitere positive Geschäftsentwicklung. „Ab 2020 gewinnen die Digital Natives die Oberhand, das heißt, die Zahl, der in der digitalen Welt aufgewachsenen Marktteilnehmer wird erstmals die Mehrheit übernehmen“, so Hubert Kamml. Wer in 2018 erwachsen wird, ist mit Internet-Flatrate aufgewachsen und besitzt mit fast 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit ein Smartphone. Diese jungen Menschen googeln alles und kennen von der Bank oft nur den Geldautomaten oder das Online-Banking. Durch die technologischen Entwicklungen werden die Zugangswege immer kleiner, leistungsfähiger und bequemer. Sie werden von den Kunden sieben bis zwölfmal im Monat genutzt, während sich der Filialbesuch auf durchschnittlich einmal pro Jahr beläuft.

Für diese digitalen Anforderungen ist die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG sehr gut aufgestellt. Die VR-Banking App ermöglicht es den Kunden immer und überall ihre Bankgeschäfte nach deutschen Sicherheitsstandards zu erledigen. „Mit MeinInvest ist der erste digitale Anlage-Assistent für unsere Kunden online. Genauso bieten wir als eine der ersten Banken überhaupt den Abschluss eines VR-Geschäftskontos über den Online-Weg papierfrei an“, erklärte Hubert Kamml stolz. Weitere Entwicklungen wie mobiles Bezahlen mit dem Smartphone, ein eigener Alexa-Skill sowie für unsere Firmenkunden neue Kassenlösungen auf iPad-Basis, werden aktuell umgesetzt.

10 Milliarden Euro Kundenvolumen überschritten

Mirko Gruber, stellvertretender Vorstandssprecher der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG, berichtete über ein noch nie da gewesenes Wachstum im Geschäftsjahr 2017. „Das hohe Vertrauen, das in die wirtschaftliche Stabilität und die Leistungsfähigkeit unserer Genossenschaft gesetzt wird, zeigt sich in allen Geschäftsfeldern“, erklärte Mirko Gruber. So wurde das betreute Kundenvolumen um      9,5 % auf 10.317 Millionen Euro gesteigert. Trotz der anhaltenden Niedrigzinspolitik erhöhten sich die Einlagen der Kunden um 8,8 % auf 3.796 Millionen Euro. Hier wird deutlich, dass für den Kunden die Sicherheit der Geldanlage ein sehr wichtiger Faktor ist. Neukredite wurden in Höhe von 928 Millionen Euro für über 4.700 private und gewerbliche Investitionen ausgereicht. Das Kundenkreditvolumen steigerte sich dadurch um 9,0 % auf 3.562 Millionen Euro. Durch das gute Geschäftsergebnis konnte die Eigenkapitalbasis weiter gestärkt werden, sie liegt somit deutlich über dem Schnitt der Genossenschaftsbanken in Bayern und Deutschland. Mit einem Bilanzsummenwachstum um 8,9 % auf 4.895 Millionen Euro ist die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim- Chiemsee eG weiterhin die größte Primärgenossenschaft in Bayern und Platz zehn in Deutschland. Von der VR Immobilien GmbH wurden im vergangenen Geschäftsjahr 164 Immobilien vermittelt.  

Soziale Verantwortung und Wertschöpfung für die Region

Die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG steuerte auch einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung in der Region bei. „So wurden in 2017 9 Mio. Euro Gewerbesteuer, 13 Mio. Euro Sozialversicherungsbeiträge, 39 Mio. Euro Löhne bzw. Gehälter gezahlt und 9 Mio. Euro an Investitionen getätigt“, zeigte Mirko Gruber auf. An Zustiftungen, Spenden und Sponsoring flossen in 2017 rund 640.000 Euro. Hier zeigte sich das hohe Verantwortungsbewusstsein der Bank. Die fünf von der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG gegründeten Stiftungen beteiligten sich aktiv an diesen Förderungen. Das Grundstockvermögen dieser Stiftungen beläuft sich auf insgesamt über 7 Mio. Euro.

Anschaulich beschrieb Gruber, wie sich die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG erfolgsorientiert für Ihre Mitglieder und Kunden ausrichtet. Um die hohe Qualität der Genossenschaftlichen Beratung sicherzustellen ist eine sehr gute Qualifikation der Mitarbeiter nötig. „In 2017 wurden aus diesem Grund über 500.000 Euro für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet“.

Erfolgreiche Verschmelzung mit Höhenkirchen

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Prof. Dr. Josef Stadler, freute sich berichten zu können, dass die erfolgreich verlaufene Verschmelzung mit der ehemaligen Raiffeisenbank Höhenkirchen und Umgebung eG die Stärken der Bank weiter festigen konnte. Durch die gute Planung und Organisation der Fusion konnte eine reibungslose Integration der Mitarbeiter, Mitglieder und Kunden erfolgen. Das Geschäftsgebiet umfasst nun die Regionen Rosenheim, Mangfalltal, Höhenkirchen, Inntal, Wasserburg, Chiemsee und Chiemgau-Süd. Für die Zukunft wurden die richtigen Weichenstellungen vorgenommen, um eine langfristig hochleistungsfähige, erfolgreiche und sichere Genossenschaftsbank zu bewahren, die allen Herausforderungen gewachsen sein wird.

In der Schlusssitzung zur Prüfung durch den Genossenschaftsverband Bayern wurde dem Vorstand und Aufsichtsrat erneut eine sehr gute Arbeit bestätigt. Stadler bedankte sich beim Vorstand und bei den Mitarbeitern für die hervorragende Leistung im Geschäftsjahr 2017.

Entlastung Vorstand und Aufsichtsrat, Satzungsänderungen

Siegfried Drexl, Revisionsdirektor des Genossenschaftsverbandes Bayern, berichtete in seinem Vortrag über die Ergebnisse der durchgeführten gesetzlichen Prüfung. Besonderes Lob fand dabei die weiterhin sehr gute Ertragslage sowie die überdurchschnittlich gute Vermögenslage der Bank.

Vor dem Hintergrund der positiven Berichte stimmten die Vertreter der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat zu. Ebenso wurde der Jahresabschluss genehmigt und eine Dividende von 1,75 % im Rahmen der Gewinnverwendung beschlossen.

Aufgrund von Änderungen, unter anderem des Genossenschaftsgesetzes, wurden Anpassungen der Satzung und Wahlordnung erforderlich. Diese wurden von der Vertreterversammlung einstimmig beschlossen, ebenso die Struktur des Wahlausschusses. Er setzt sich somit zusammen aus neun Vertretern der Regionen, dem Aufsichtsrats-vorsitzenden und zwei Vorständen.  

Positiver Ausblick in die Zukunft

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen“. Mit diesem Zitat blickte Hubert Kamml, Vorsitzender des Vorstandes, positiv in die Zukunft. „Dieses Jahr feiern wir den 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Er war einer der beiden Gründerväter der genossenschaftlichen Bewegung in Deutschland. Das Genossenschaftsmodell ist aktueller denn je, was die vielen Genossenschafts-gründungen weltweit zeigen. Mit hervorragenden Mitarbeitern, erstklassigem Service, moderner Technik und hochwertiger Beratung ist die Bank auch für die Zukunft bestens gerüstet“, so Hubert Kamml.