Corona: Soforthilfe für bayerische Unternehmen im Überblick

Finanzielle Engpässe überbrücken während der Corona-Pandemie

Wir stehen Ihnen zur Seite – auch in Zeiten der Corona-Pandemie. Die aktuelle Situation bringt besondere Belastungen für Unternehmer und Gewerbetreibende mit sich. Diesen Herausforderungen müssen Sie sich jedoch nicht alleine stellen. Wir möchten Sie dabei bestmöglich unterstützen. Gemeinsam finden wir Lösungen, um finanzielle Engpässe zu überbrücken und die aktuelle Krise zu meistern. Ausführliche Infos für Firmenkunden als PDF.

Hier haben wir einige Anlaufstellen für Sie gesammelt:

Soforthilfe des Freistaats Bayern

Bayern hat für unmittelbar bedrohte Betriebe (z.B. Gastronomie, Tourismus, Handel, Kulturschaffende etc.), bei denen ein Liquiditätsengpass vorliegt, eine Soforthilfe eingerichtet. Liquiditätsengpass bedeutet, dass keine (ausreichende) Liquidität vorhanden ist, um beispielsweise laufende Verpflichtungen zu zahlen. Nach derzeitigem Stand der Dinge handelt es sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss!

Private und sonstige (= auch betriebliche) liquide Mittel müssen nicht (mehr) zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden.

Die Höhe der Liquiditätshilfe ist wie folgt gestaffelt
(Maximalbetrag wurde am 30.3.2020 noch einmal erhöht)

  • bis zu 5 Erwerbstätige: 5.000 Euro
  • bis zu 10 Erwerbstätige: 7.500 Euro
  • bis zu 50 Erwerbstätige: 30.000 Euro
  • bis zu 250 Erwerbstätige: 50.000 Euro
     

Die Soforthilfe kann unbürokratisch bei der Regierung von Oberbayern beantragt werden.
Den Antrag und weitere Informationen finden Sie unter untenstehendem Link.

Aufstockung der Maximalbeträge am 30.3.2020

Wer schon einen Antrag auf den bisherigen bayerischen Maximalbetrag gestellt hat, kann in frühestens zwei Wochen ausschließlich online über die Website des Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie die Aufstockung auf den nun gültigen Höchstbetrag beantragen.

Soforthilfe der Bundesregierung

Der Bund stellt 50 Milliarden Euro bereit, um unbürokratische Soforthilfe für kleine Unternehmen, Selbständige und Freiberufler zu gewähren. Damit werden einmalig für drei Monate Zuschüsse zu Betriebskosten gewährt, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Um die Soforthilfen beziehen zu können, müssen Antragsteller wirtschaftliche Schwierigkeiten (Existenzbedrohung bzw. Liquiditätsengpass) infolge der Corona-Pandemie nachweisen können. Das heiß konkret, dass das jeweilige Unternehmen vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein darf und der Schadenseintritt nach dem 11. März 2020 erfolgt sein muss.

Die Höhe der Liquiditätshilfe soll wie folgt gestaffelt werden:

  • bis zu 5 Beschäftigte in Vollzeitäquivalenz: Einmalzahlung von bis zu 9.000 Euro für 3 Monate
  • bis zu 10 Beschäftigte  in Vollzeitäquivalenz: Einmalzahlung von bis zu 15.000 Euro für 3 Monate

 

Die Soforthilfe kann unbürokratisch und elektronisch beantragt werden können. Die Abwicklung erfolgt über die Bundesländer.

Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler können die Zuschüsse nur beantragen, wenn

  • sie ihre Dienstleistungen oder Waren bereits vor dem 1. Dezember 2019 auf dem Markt angeboten haben,
  • sie ihre Tätigkeiten von einem Geschäftsführungssitz oder einer Betriebsstätte in Deutschland ausführen und
  • sie sich aufgrund der Corona-Krise in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten befinden.

 

Soforthilfe des Freistaats Bayern wird angerechnet

Die Soforthilfe des Freistaats Bayern wird auf einen möglicherweise parallel dazu bestehenden Anspruch auf Soforthilfe aus dem Bundesprogramm angerechnet. Betriebe mit bis zu 10 Beschäftigten, die bereits Mittel aus den Soforthilfen des Freistaat Bayern erhalten haben, können – sofern die bewilligten Mittel aus der Soforthilfe den entstandenen Liquiditätsengpass nicht vollständig kompensieren – dann auch einen Aufstockungsantrag aus dem Bundesprogramm stellen. 

So beantragen Sie Hilfe

Damit das Programm die wirtschaftliche Existenz der Unternehmen so schnell wie möglich sichern kann, verzichtet die Regierung auf ein anspruchsvolles Antragsverfahren. So können Kleinstunternehmen und Selbstständige den Antrag formlos bei ihrer zuständigen Landesbehörde einreichen. Die Auszahlung der Zuschüsse erfolgt ebenfalls über die Länder. Ab wann die Gelder zur Verfügung stehen, hängt von der jeweiligen Landesbehörde ab.

Eine Antragstellung ist bis zum 30. April 2020 möglich.

Tilgungsaussetzung

Bei allen betroffenen Kunden kann die Tilgung der Bankdarlehen in unserem Haus unkompliziert ausgesetzt werden.

Kontaktieren Sie hierzu Ihren Berater oder nutzen Sie unser Online-Formular. 

Steuerstundung

Auch das Finanzamt bietet Erleichterungen für Unternehmen an.

Wenn es bei Unternehmern zu Liquiditätsengpässen kommt, können Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer gestundet, sowie Vorauszahlungen der Gewerbesteuer auf null gesetzt werden. Auf die üblichen Stundungszinsen in Höhe von 0,5 Prozent pro Monat wird bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet, solange Sie unmittelbar von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind. Ansprechpartner ist hier das zustände Finanzamt.

 

So stellen Unternehmen einen Antrag

Um eine Stundung von Steuerzahlungen und die Anpassung von Vorauszahlungen in Anspruch zu nehmen, müssen Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler einen Antrag beim zuständigen Finanzamt stellen. Dies muss bis zum 31. Dezember 2020 erfolgen. Bei Antrag auf Stundung von Steuern beziehungsweise Anträgen auf Anpassung der Steuervorauszahlungen müssen Unternehmen lediglich belegen, dass sie unmittelbar von der Corona-Pandemie betroffen sind. Eine detaillierte Auflistung über die Höhe der entstandenen Schäden im Einzelnen ist nicht notwendig.

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Wenn Sie als Unternehmen aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie vorübergehend in finanzielle Schwierigkeiten geraten, können Sie Ihre Sozialversicherungsbeiträge für April stunden lassen. Die Frist für die Stundung der Sozialversicherungsbeiträge für April läuft am 27. April 2020 ab.

Wenden Sie sich daher rechtzeitig an Ihre zuständige Krankenkasse. Über einen formlosen Antrag mit Bezug auf §76 SGB IV und die Notlage Ihres Unternehmens durch die Corona-Krise kann die Stundung beantragt werden. Die zuständige Krankenkasse entscheidet dabei nach pflichtgemäßem Ermessen, ob Ihnen eine Stundung zusteht.

Bitte beachten Sie, dass dieser Hinweis nur Anregungen sowie eine kurze Information liefert und damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch Ihre Krankenkasse, Ihren Versicherer oder die zuständige Behörde nicht ersetzen.

Mustervorlagen für den Antrag finden Sie bei Ihrer IHK vor Ort.

Kurzarbeit

Wenn ein Unternehmen aufgrund des Corona-Virus schließen muss oder es Einschränkungen in den Arbeitszeiten gibt, kann bei der örtlichen Agentur für Arbeit Kurzarbeiter-Geld beantragt werden.

Hierzu gibt es folgende Punkte zu beachten:

  • Mindestens 10% des Personals muss vom Arbeitsausfall betroffen sein
  • Auch für Leiharbeiter kann Kurzarbeiter-Geld beantragt werden
  • Die Sozialversicherungsbeiträge werden in dieser Zeit von der Bundesagentur für Arbeit bezahlt
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden wird ganz oder teilweise verzichtet
  • Eine Verlängerung des Bezugs von Kurzarbeitergeld kann von 12 auf 24 Monate verlängert werden

Entschädigung für Arbeitgeber im Falle von behördlich verordneten Quarantänemaßnahmen oder Schließungen

Sollten Sie z. B. aufgrund der Erkrankungen in Ihrem Betrieb durch die Gesundheitsbehörde aufgefordert werden, Ihren Betrieb (vorübergehend) zu schließen, können Sie auf Antrag die in dieser Zeit gezahlten Löhne für Ihre Mitarbeiter zurückerstattet bekommen.

Zusätzlicher Liquiditätsbedarf

Wir empfehlen unseren Kunden folgendes Vorgehen:

  • Wichtiger Grundsatz: Zusätzliche Liquidität sind zusätzliche Schulden!  
  • Betreiben Sie aktives Krisenmanagement: in erster Linie müssen die variablen Kosten durch gezielte Maßnahmen (z.B. Kurzarbeit) gesenkt werden

Die von den Förderbanken angebotenen Darlehen besitzen alle lange Laufzeiten mit festen Zinssätzen und reduzieren somit die schnelle Handlungsfähigkeit. Bei kurzfristigem Liquiditätsbedarf empfehlen wir eine direkte Liquiditätshilfe durch unser Haus.

 

Sonderprodukt KfW Schnellkredit 2020

Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können Unternehmen ab dem 15.04. den neuen KfW-Schnellkredit 2020 beantragen, der spätestens am 28.04.20 von der KfW zugesagt wird. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes und richtet sich an Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeiter und hat eine Laufzeit von bis zu 10 Jahren. 

Die KfW gewährleistet mit diesem Programm eine schnelle und einfache Abwicklung, da eine Risikoprüfung der Hausbank entfällt. Voraussetzung für eine Antragstellung ist, dass das Unternehmen während der letzten drei Jahre im Durchschnitt einen Gewinn erwirtschaftet hat.

Voraussetzungen:

  • Eine Antragstellung von weiteren Darlehen der KfW bzw. Liquiditätshilfen des Bundes oder Landes sowie Bürgschaftsbanken ist ausgeschlossen.
  • Es dürfen bisher keine weiteren Darlehen der KfW bzw. Liquiditätshilfen des Bundes oder Landes sowie Bürgschaftsbanken zugesagt worden sein.

 

Der max.  Kreditbetrag beträgt 25% des Jahresumsatzes von 2019 je Unternehmensgruppe, jedoch

  • max. EUR 500.000,00 bei  Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten
  • max. EUR 800.000,00 bei  Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten

 

Die Rückführung ist jederzeit kostenfrei möglich.

Sprechen Sie mit Ihrem Berater über die Vor- und Nachteile und bestimmen Sie zusammen Ihren individuellen Bedarf!

Förderkredit direkt online abschließen

Gemeinsam mit unserem Partner VR Smart Finanz bieten wir Ihnen im Rahmen des „KfW-Sonderprogramms 2020 – etablierte und junge Unternehmen“ mit dem VR Smart flexibel Förderkredit eine schnelle Kreditlösung bis 100.000 Euro zur Überbrückung von finanziellen Engpässen.

Bitte beachten Sie, dass mit der Zusage des VR Smart flexibel Förderkredits eine Antragstellung des Sonderprodukts KfW Schnellkredit 2020 ausgeschlossen ist. 

Bargeldloses Bezahlen & online verkaufen

Um Ihre Kunden und Mitarbeiter in der aktuellen Situation zu schützen, stellen wir Ihnen gerne unsere Möglichkeiten der bargeldlosen Bezahlung vor. Mit unseren Terminals unterstützen wir Sie, z. B. durch die kontaktlose Kartenzahlung mit individuellen Lösungen sowohl für kleine als auch höhere Kaufbeträge. Auf Anfrage können Kartenterminals auch kurzfristig (innerhalb von 2 Arbeitstagen) zur Verfügung gestellt werden. 

Zudem unterstützen wir Sie dabei, Ihre Produkte ganz einfach online anzubieten: Mit VR pay eShop bieten wir Ihnen ein Rundum-Sorglos-Paket an - bis 30. September 2020 ohne Servicekosten und ohne Risiko dank Sonderkündigungsrecht. Denn wir wollen, dass Sie im Geschäft bleiben!

Melden Sie sich unverbindlich bei Ihrem Berater oder direkt über die Online-Terminvereinbarung bei unseren Experten aus dem Bereich Zahlungsverkehr.

Regional verkaufen

Bleiben Sie mit Ihren Kunden in Kontakt! 

lokaler.kaufen

Mit lokaler.kaufen können Ihre Kunden einen Beratungstermin mit Ihnen vereinbaren - jedoch nicht vor Ort im Geschäft, sondern ganz einfach per Videochat. 

Viele Läden haben keinen Online-Shop und können jetzt auf die Schnelle nicht ihr gesamtes Sortiment digitalisieren. Aber ein Smartphone hat fast jeder und durch das Sortiment führen und beraten zeichnet kleine Läden aus.

Gerne unterstützen wir unsere Firmenkunden mit der Initiative lokaler.kaufen, damit Sie jetzt und in Zukunft digital gut aufgestellt sind!

"VR-ExtraPlus Hilft"

Wir wollen Sie auch während der Corona-Krise tatkräftig und unbürokratisch unterstützen.

Bieten Sie online über VR-ExtraPlus Hilft Gutscheine für Ihr Geschäft an. Dies kann besonders in der aktuellen Lage helfen, Ihre Liquidität zu verbessern. Dies ist auch für Unternehmen möglich, die bisher online noch keine Gutscheine angeboten haben.

So funktioniert's

  • Einfach anmelden (Die 7 Euro Onboarding-Gebühr und 3,8 Prozent Provision pro verkauftem Gutschein werden im Rahmen des Kampagnenbudgets für Sie übernommen. Nach Ausschöpfung des Budgets müssen die genannten Gebühren vom Händler getragen werden. Der Händler wird vorab informiert und hat die Möglichkeit, seine Kampagne zu deaktivieren.)
  • Ohne Mehraufwand Gutschein online verkaufen
  • Zahlungsfähigkeit verbessern

Jetzt per Video oder Telefon beraten lassen

Gemeinsam finden wir eine individuelle Lösung um finanzielle Engpässe in diesen Zeiten zu überbrücken.