Digitale Premiere und grünes Licht für die Verschmelzung

Erfolgreiche Vertreterversammlung der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG

Rosenheim, 02. Juli 2020

Gelungene Premiere für die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG: In der ersten digitalen Vertreterversammlung der Bank gab es grünes Licht für die geplante Verschmelzung. Die Vertreter in Altötting votierten bereits am 29.06.2020 mit einer überwältigenden Mehrheit von über 95 % für den Zusammenschluss.

Die Vertreter in Rosenheim stimmten am 02.07.2020 mit einer ebenso beeindruckenden Quote von 97,7 % zu. Rückwirkend zum 1. Januar 2020 wird somit die neue „meine Volksbank Raiffeisenbank eG“ rechtlich entstehen. Die technische Verschmelzung der beiden Bankhäuser erfolgt Ende September 2020. Die Vertreter stimmten den notwendigen Satzungsänderungen und Zuwahlen für den künftigen Aufsichtsrat zu. Sie entlasteten zudem einstimmig Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2019 und billigten die Verwendung des Jahresüberschusses.

Eine Dividende wird in  diesem Jahr nicht ausgeschüttet – die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und die Europäische Zentralbank erlauben deutschen und europäischen Banken vorerst keine Dividendenzahlungen. Die Bank wird den Geldbetrag für zusätzliche Spenden in der Region verwenden.

Vertreterversammlung 2020
Von links: Prof. Dr. Josef Stadler, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG; Mirko Gruber, stv. Vorstandssprecher der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG; Hubert Kamml, Vorsitzender des Vorstandes der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG; Wolfgang Altmüller, Vorsitzender des Vorstandes der VR meine Raiffeisenbank eG; Peter Schacherbauer, Aufsichtsratsvorsitzender der VR meine Raiffeisenbank eG; Siegfried Drexl, Marktbereichsleiter Süd der Bankenprüfung des Genossenschaftsverband Bayern e.V.

Vorstandsvorsitzender Hubert Kamml: „Gemeinsam erreichen wir mehr“

Aufgrund der Covid-19-Pandemie fand die Vertreterversammlung erstmalig online statt. Durch die gründliche Vorbereitung stieß diese Veranstaltungsform auf regen Zuspruch bei den Vertretern. Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG, Hubert Kamml, bezeichnete die Verschmelzung der beiden Banken als richtungsweisend und große Zukunftschance. „Mit der Verschmelzung können wir Stärken bündeln und Herausforderungen gemeinsam angehen. Die Synergien schaffen Freiraum für Investitionen und gleichzeitig behalten wir die regionale Nähe bei.“ Kamml verwies auf die drastischen Folgen der Covid-19-Pandemie. „Eine konjunkturelle Eintrübung ist deutlich erkennbar. Die Auswirkung der Corona-Krise auf die Wirtschaft und die Banken kann noch nicht abgeschätzt werden.“ Auch die zunehmende Regulatorik mit steigenden Eigenkapitalanforderungen, die anhaltenden Niedrigzinsen und die zunehmende Digitalisierung mit einem erhöhten Bedarf an Investitionen seien ausschlaggebend für die Verschmelzung beider Banken. „Wir handeln jetzt und nicht erst, wenn uns äußere Umstände dazu zwingen“, betonte Kamml.

Starkes Geschäftsjahr 2019

Der stellvertretende Sprecher des Vorstandes Mirko Gruber erläuterte den Geschäftsbericht und die Bilanz. „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben wir in allen Bereichen ein solides Wachstum und eine hervorragende Eigenkapitalausstattung. Das Wachstum spiegelt sich in der Steigerung der Bilanzsumme um 139 Millionen Euro auf 5.214 Millionen Euro wider.“ Mit einem Eigenkapital von 668 Millionen Euro liege die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG deutlich über dem Durchschnitt der Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern. Ein sattes Plus von 6,0 Prozent gab es beim betreuten Kundenvolumen. Es lag Ende 2019 bei 11.280 Millionen Euro. Die Kundenkredite stiegen sogar um 6,5 Prozent auf 4.053 Millionen Euro an. „Wir setzen unser kontinuierliches Wachstum fort“, betonte Gruber. „Durch die Verschmelzung werden wir noch stärker.“

Gruber hob auch das starke gesellschaftliche und soziale Engagement der Bank hervor. So habe die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG aktuell über 60.000 Mundschutzmasken für 150 Schulen gespendet. Die Bergwacht Bayern erhielt für ihre wertvolle Arbeit 100.000 Euro.Hohes Kundenvertrauen und eine tiefe Verwurzelung in der Region seien die herausragenden Merkmale der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG, betonte Gruber weiter. Zum 7. Mal in Folge belegte sie beim Rosenheimer Kundenspiegel den ersten Platz. Rund 4.000 Menschen feierten im vergangenen Jahr in einem großen Fest in Riedering 200 Jahre Raiffeisen. „Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt“, so Gruber. „Das betrifft alle Menschen in unserer Region, unsere Kunden und unsere Mitarbeiter.“ In die Aus- und Fortbildung ihrer Beschäftigten investierte die Bank 2018 rund 550.000 Euro. Die Bank ist ein attraktiver Arbeitgeber. Die langfristige Arbeitsplatzsicherheit in der Region, flexible Arbeitszeiten, zahlreiche freiwillige Sozialleistungen, die Förderung der persönlichen Entwicklung und ein ausgezeichnetes Betriebsklima sind nur einige Beispiele.

Die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG steuerte auch einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung in der Region bei. „Wir beschäftigen Mitarbeiter aus und in der Region, wir bezahlen Steuern vor Ort und investieren regional. Wir haben 2018 rund 9 Millionen Euro Gewerbesteuer und rund 40 Millionen Euro Gehälter bezahlt. Dazu kamen Investitionen in Höhe von 14 Millionen Euro.“

Die künftige „meine Volksbank Raiffeisenbank eG“ in Zahlen

Mit der neuen „meine Volksbank Raiffeisenbank eG“ entsteht ein Kreditinstitut mit starkem Eigenkapital, tiefer Verwurzelung in der Region und einer garantierten Nähe zum Kunden.

Die neue Bank verfügt über

  • 123.822 Mitglieder
  • 1.123 Millionen Euro Eigenkapital
  • 18.462 Millionen Euro Kundenvolumen
  • 8.963 Millionen Euro Bilanzsumme
  • 1.309 Mitarbeiter
  • 98 Filialen

 

Das Top-Management wird mit sechs Vorständen und drei Direktoren besetzt sein. Der Aufsichtsrat wird aus 16 Anteilseigner-Vertretern und acht Arbeitnehmer-Vertretern bestehen. Die Kunden und Mitglieder beider Häuser werden durch die Verschmelzung Vorteile haben, versprach Kamml. „Durch unsere Spezialisten und Leistungsangebote erhalten wir eine Qualitätssteigerung in der Fläche. Wir können gemeinsam verstärkt investieren – in neue digitale Systeme, zukunftsweisende Vertriebswege und in Innovationen für ein vereinfachtes Banking. Wir bleiben ein verlässlicher Arbeitgeber und Ausbilder in der Region.“

Entlastung Vorstand und Aufsichtsrat, Satzungsänderung, Wahlen zum Aufsichtsrat

Zuwahlen zum Aufsichtsrat aus der Verschmelzung mit der „VR meine Raiffeisenbank eG“

Der bisherige Aufsichtsrat der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG bleibt bis 2023 im Amt. Der ehemalige Landtagsabgeordnete und jetzige neue Landrat von Rosenheim, Otto Lederer, sowie Johanna Hell schieden als Anteilseigner-Vertreter aus. Auf Seiten der Arbeitnehmer-Vertreter verlies Erwin Heckl das Aufsichtsratsgremium. Für den künftigen neuen Aufsichtsrat wählten die Vertreter sechs neue Mitglieder aus der VR meine Raiffeisenbank eG hinzu:

  • Peter Schacherbauer, Rechtsanwalt aus Burghausen
  • Maria Anna Eberl, Lehrerin i.R. aus Winhöring
  • Franz Oberkobler, Unternehmer aus Töging
  • Karin Peuckert-Müller, Geschäftsführerin aus Mehring
  • Alois Stitzl, Unternehmer und Landwirt aus Altenmarkt
  • Georg Zehentner, Steuerberater aus Mühldorf

 

Vorstandsvorsitzender Hubert Kamml bedankte sich bei den Vertretern für die Teilnahme an der Online-Versammlung und für das große Vertrauen in die Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat. „Ich bin mir sicher: Das war ein guter Tag für unsere Bank. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren neuen Kolleginnen und Kollegen zum Wohle unserer Mitglieder und Kunden.“