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Altersvorsorgedepot in den 40ern

Mit 40 die Altersvorsorge anpacken: Warum es noch lange nicht zu spät ist

Zwischen Job, Familie, Freizeit und finanziellen Verpflichtungen bleibt die Altersvorsorge oft auf der Strecke. Viele Menschen beschäftigen sich erst ab 40 intensiver mit ihrer finanziellen Zukunft – und fragen sich dabei, ob sie zu spät dran sind. Die gute Nachricht: Wer jetzt handelt, kann noch viel erreichen. Welche Möglichkeiten das neue Altersvorsorgedepot bietet und welche Schritte besonders wichtig sind, erklärt Martina Theil, Vertriebsberaterin für Investmentfonds und zertifizierter Business Coach.

Person gießt zwei Pflanzen

Mitten im Leben – und genau richtig für den Vermögensaufbau

Viele Menschen beschäftigen sich erst mit Anfang oder Mitte 40 intensiver mit ihrer Altersvorsorge. Die Sorge, den richtigen Zeitpunkt verpasst zu haben, ist dabei weit verbreitet.

Martina Theil sieht das differenziert: Auch wer erst jetzt startet, kann noch erfolgreich Vermögen für den Ruhestand aufbauen. Allerdings sei dafür in der Regel ein höherer monatlicher Sparbeitrag erforderlich als bei einem früheren Einstieg. Viel entscheidender als der späte Start sei aus ihrer Sicht, überhaupt aktiv zu werden. Denn die größten Einbußen entstehen meist dadurch, dass das Thema immer wieder aufgeschoben wird.

Die Jahre zwischen 40 und 50 sind häufig von zahlreichen Verpflichtungen geprägt. Familie, Beruf und finanzielle Verantwortung bestimmen den Alltag. Gleichzeitig bietet diese Lebensphase aber auch Vorteile für den langfristigen Vermögensaufbau. Viele Menschen verfügen mittlerweile über ein stabiles Einkommen und können ihre finanzielle Situation besser einschätzen als noch zu Beginn ihrer Berufslaufbahn. Martina Theil weist darauf hin, dass bis zum Renteneintritt oft noch 20 bis 25 Jahre verbleiben – ein Zeitraum, der weiterhin gute Möglichkeiten bietet, Vermögen aufzubauen und Renditechancen zu nutzen.

Das Altersvorsorgedepot einfach erklärt

Ein Altersvorsorgedepot ist eine moderne Form der privaten Altersvorsorge, bei der langfristig Kapital für den Ruhestand aufgebaut wird. Dabei wird regelmäßig Geld investiert, um über die Jahre ein zusätzliches finanzielles Polster für die Zeit nach dem Berufsleben zu schaffen. Ziel ist es, die spätere gesetzliche Rente sinnvoll zu ergänzen und den gewohnten Lebensstandard möglichst aufrechtzuerhalten. Der wesentliche Unterschied zum klassischen Wertpapierdepot liegt in den zusätzlichen staatlichen Fördermöglichkeiten.

Während bei einem herkömmlichen Depot ausschließlich die eigenen Einzahlungen und die Wertentwicklung zum Vermögensaufbau beitragen, können beim Altersvorsorgedepot zusätzliche Förderungen genutzt werden. Für Martina Theil ist genau das einer der großen Vorteile: Staatliche Unterstützung kann den langfristigen Vermögensaufbau zusätzlich stärken und die private Altersvorsorge attraktiver machen.

Für wen ist das Altersvorsorgedepot besonders interessant?

Auf diese Frage hat Martina Theil eine klare Antwort:

„Grundsätzlich kann ein Altersvorsorgedepot für nahezu jeden interessant sein.“

Besonders profitieren können Familien. Für Kinder, für die Kindergeld bezogen wird, können zusätzliche Förderungen gewährt werden. Dadurch ergeben sich attraktive Möglichkeiten, den Vermögensaufbau für das Alter weiter zu unterstützen. Unabhängig von der familiären Situation bietet das Altersvorsorgedepot aber vielen Menschen eine interessante Ergänzung für ihre persönliche Vorsorgestrategie.

Person hält Flagge in der Hand

Der Einstieg in eine strukturierte Altersvorsorge

Wer bislang wenig oder gar nichts für die eigene Altersvorsorge getan hat, muss nicht sofort die perfekte Lösung finden. Martina Theil empfiehlt stattdessen, zunächst die persönliche Situation zu analysieren und sich beraten zu lassen. Gemeinsam mit einem Experten kann geprüft werden, welche Sparform am besten zu den individuellen Zielen, Wünschen und finanziellen Möglichkeiten passt. Dabei gilt: Nicht jedes Produkt ist für jede Lebenssituation gleichermaßen geeignet. Entscheidend ist, eine Lösung zu finden, die langfristig zu den persönlichen Plänen passt.

Eine der häufigsten Fragen lautet: Wie viel sollte monatlich investiert werden?

Nach Einschätzung von Martina Theil gibt es darauf keine pauschale Antwort. Die passende Sparrate hängt unter anderem vom Einkommen, den laufenden Kosten, bestehenden Krediten und den persönlichen Zielen ab. Grundsätzlich gilt: Je höher der regelmäßige Sparbeitrag, desto größer kann später das aufgebaute Vermögen ausfallen. Gleichzeitig sollte genügend finanzieller Spielraum für die aktuellen Bedürfnisse und Wünsche bleiben.

Viele Menschen wünschen sich eine Anlageform, die Sicherheit bietet und gleichzeitig attraktive Renditechancen eröffnet. Martina Theil verweist darauf, dass selbst mit 40 häufig noch ein Anlagehorizont von zwei bis zweieinhalb Jahrzehnten besteht. Dadurch können zwischenzeitliche Marktschwankungen langfristig besser ausgeglichen werden. Aus ihrer Sicht eröffnet die lange Laufzeit die Möglichkeit, Renditechancen zu nutzen und gleichzeitig die persönliche Risikobereitschaft angemessen zu berücksichtigen.


 

Bestehende Vorsorgebausteine optimal einbinden

Viele Menschen verfügen bereits über unterschiedliche Vorsorgelösungen – beispielsweise eine betriebliche Altersvorsorge, einen Riester-Vertrag, private Rentenversicherungen oder Leistungen einer Zusatzversorgungskasse. Martina Theil rät dazu, bestehende Verträge sorgfältig zu prüfen, bevor Änderungen vorgenommen werden. In vielen Fällen können vorhandene Lösungen bestehen bleiben und durch neue Vorsorgebausteine sinnvoll ergänzt werden. Auch bei bestehenden Riester-Verträgen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Welche Lösung im Einzelfall sinnvoll ist, sollte stets individuell bewertet werden. Denn eine nachhaltige Altersvorsorge basiert häufig auf mehreren Bausteinen, die sinnvoll miteinander kombiniert werden.

Ein Irrtum begegnet Martina Theil in Beratungsgesprächen immer wieder: Viele Menschen glauben, für eine wirksame Altersvorsorge sei es bereits zu spät. Genau diese Annahme hält sie für problematisch. Denn wer aus Sorge vor einem späten Start gar nichts unternimmt, verschenkt wertvolle Zeit für den Vermögensaufbau. Jeder zusätzliche Monat, in dem regelmäßig investiert wird, kann einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Absicherung im Ruhestand leisten.

In drei Schritten zur persönlichen Vorsorgestrategie

1. Die aktuelle Situation analysieren

  • Rentenbescheid prüfen
  • Bestehende Vorsorgeverträge zusammentragen
  • Aktuelles Einkommen und finanzielle Möglichkeiten betrachten
  • Weitere finanzielle Ziele berücksichtigen

2. Persönliche Ziele definieren

  • Welche Wunschrente soll später zur Verfügung stehen?
  • Welcher Lebensstandard soll im Ruhestand möglich sein?
  • Welche Wünsche und Pläne sollen langfristig finanziert werden?

3. Ein individuelles Konzept entwickeln

  • Passende Vorsorgelösungen auswählen
  • Fördermöglichkeiten nutzen
  • Eine langfristige Strategie aufbauen

Für einen erfolgreichen Beratungsprozess empfiehlt Martina Theil, wichtige Unterlagen bereits zum Termin mitzubringen:

  • aktuellen Rentenbescheid
  • Unterlagen zu bestehenden Vorsorgeverträgen
  • Informationen zur betrieblichen Altersvorsorge
  • Unterlagen zu privaten Rentenversicherungen oder Zusatzversorgungskassen


Hilfreich ist außerdem, sich vorab Gedanken über die gewünschte Rentenhöhe und die monatlich mögliche Sparrate zu machen.

Martina-Theil

Martina Theil
Zertifizierter Business Coach
Beratungsqualität und Vertriebsprozesse
Vertriebsberaterin Investmentfonds
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