Wir schmieden einen regionalen Champion für eine optimale und zukunftsorientierte Kundenbetreuung

Jahrespressekonferenz der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG

Rosenheim, 06. März 2020

Die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG hat 2019 ein überdurchschnittliches Betriebsergebnis erzielt. „Wir konnten unsere Bilanzsumme erneut steigern – um 2,7 Prozent auf 5,214 Milliarden Euro“, sagte Vorstand Dr. Walter Müller bei der Pressekonferenz am 6. März in Rosenheim. „Beim Kundenvolumen schafften wir es im letzten Jahr, die 11 Milliarden Euro zu überschreiten. Wir verzeichneten eine Steigerung um 640 Millionen Euro - ein sehr gutes Ergebnis von 125 Jahren harter Arbeit.“ Das große Vertrauen der Kunden in „ihre“ Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim Chiemsee eG spiegelt sich in der Entwicklung im Kreditbereich wider. Die Bank vergab 2019 1,079 Milliarden Euro an Neukrediten für rund 4.277 private und gewerbliche Investitionen. Das bedeutet einen stolzen Zuwachs um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das gesamte Kreditvolumen umfasst inzwischen 4,053 Milliarden Euro. „Diese Zahlen zeigen: Wir sind ein zuverlässiger Partner für Unternehmen, Freiberufler und Bauherren“ so Müller.

1 Million Euro für die VR Bank Rosenheim-Chiemsee Stiftung zum 10-jährigen Jubiläum - v.links: Dr. Walter Müller, Mitglied des Vorstandes, Mirko Gruber, stv. Vorstandssprecher, Hubert Kamml, Vorsitzender des Vorstandes und Roland Seidl, Mitglied des Vorstandes.

Verschärfte Herausforderungen für die Banken

Die Rahmenbedingungen sind schwieriger geworden. „Die Auswirkungen des Corona-Virus mit Einbrüchen auf den Aktienmärkten, die Niedrigzinspolitik und die Abschwächung der Konjunktur erhöhen den betriebswirtschaftlichen Druck auf unsere Kunden“, so der Vorsitzende des Vorstands, Hubert Kamml. „Das Coronavirus dürfte der Weltwirtschaft in diesem Jahr einen starken Dämpfer versetzen. Die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) senkte ihre weltweite Wachstumsprognose für 2020 um einen halben Punkt auf 2,4 Prozent. Besonders betroffen ist demnach China, aber auch Deutschland und die gesamte Eurozone.“ Für Deutschland rechnet die OECD im laufenden Jahr nur noch mit einem Wachstum von 0,3 Prozent.

Zwar sei die Wirtschaft im zehnten Jahr in Folge gewachsen. „Das darf aber über die Schwächen nicht hinwegtäuschen. Die Exporte steigen langsamer als bisher, wir haben starke Rückgänge in der Industrie und die Konjunkturprognosen für 2020 geben wenig Anlass zum Jubeln. Das Bruttoinlandsprodukt ist erneut gestiegen, aber die Dynamik hat nachgelassen.“ Offen seien auch noch die Folgen des Brexit. So ist nicht sicher, ob es zum 31.12.2020 ein Freihandelsabkommen mit Großbritannien geben wird. „Für Deutschland sind hier Einkommensverluste von 10 Milliarden Euro möglich“, warnte Kamml. „500.000 deutsche Arbeitsplätze hängen an dieser Wirtschaftsbeziehung.“ Doch gibt es auch Lichtblicke. Die Eigenkapitalausstattung der deutschen Unternehmen ist mit durchschnittlich 31,2 Prozent so gut wie nie und auch die Arbeitslosenquote ist in den letzten Jahren stetig gesunken.

Dr. Walter Müller hob insbesondere die herausragende Eigenkapitalausstattung der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim Chiemsee eG hervor. Mit 672 Millionen Euro anrechenbaren Eigenmitteln liegt das Eigenkapital deutlich über dem Durchschnitt der Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern und Deutschland.

Verschmelzungsprojekt „meine Heimat, meine Bank“ ist die richtige Lösung

Angesichts steigender Herausforderungen ist die Verschmelzung der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim Chiemsee eG mit der VR meine Raiffeisenbank eG ein zukunftsweisender Schritt. „Wir brauchen diese Größe, um wettbewerbsfähig, leistungsfähig und um nah bei unseren Kunden zu bleiben“, hob Hubert Kamml hervor. „Mit einer Bündelung der Kräfte können wir uns als noch leistungsstärkere und attraktivere Bank positionieren. Die Mitgliedervertreter, die im Juni der geplanten Verschmelzung mit mindestens 75 Prozent zustimmen müssen, unterstützen das Projekt in breitem Umfang“. Der Zusammenschluss mache das Institut innovations- und investitionsfähiger und bringe Kostenvorteile. Im Vordergrund steht hier der sprunghafte Anstieg an Mitarbeiterqualität, welcher auch für die Kunden spürbar sein wird. Kamml versicherte, dass die Bank nach der Verschmelzung auch künftig nah am Kunden und in der Region verwurzelt bleibt. „Unsere Arbeit an diesem Projekt läuft auf Hochtouren. 24 Projektleiter verantworten in 12 Projektgruppen die Umsetzung von 186 Meilensteinen. Um dies an 7 verschiedenen Standorten effizient zu bewerkstelligen, setzen wir vermehrt auf Videokonferenzen und andere digitale Kommunikationsmedien.“

Niedrigzinsen führen zum Umdenken bei den Kunden

Die anhaltende Niedrigzinspolitik hat sich auch auf das Kundenverhalten ausgewirkt. „Unsere Kunden beschäftigen sich wieder verstärkt mit ihrer Vermögensstruktur und mit ihrer Altersvorsorge“, erläuterte Dr. Walter Müller. „Entscheidend ist für sie die Sicherheit ihres Vermögens.“ Die Kundeneinlagen stiegen 2019 auf fast 4 Milliarden Euro an. Zusammen mit ihren Partnern der Genossenschaftlichen FinanzGruppe betreut die Bank Wertpapiere in Höhe von mehr als 1,7 Milliarden Euro.

Die Kundenerwartungen verändern sich dynamisch

Eine wachsende Herausforderung für die Bank ist die nachhaltige Veränderung des Kundenverhaltens. „Online-Banking ist längst keine Frage des Alters mehr“, erläuterte Vorstand Roland Seidl. „Rund die Hälfte aller Kunden bis 59 Jahre verwendet Online Banking, bei den über 60jährigen ist es jeder 5. Kunde.“ Rund drei Viertel aller Überweisungen erfolgen online. „Noch vor einigen Jahren war dieses Verhältnis 50:50.“ Die Kunden nutzen vermehrt die Banking App – bei den jüngeren bis 19 Jahre sind das fast 90 Prozent. „Ältere Kunden bleiben noch vermehrt beim klassischen Online-Banking, doch auch hier verschieben sich die Zahlen stetig.“ Rund 95 Prozent der Kunden holen sich Bargeld vom Bankautomaten. „Das heißt für uns: Wir müssen für rund 5 Prozent der Transaktionen am Schalter die gesamte Infrastruktur aufrechterhalten. Auch das ist ein Grund, warum wir Kräfte bündeln müssen. Wir haben 80.000 Mitglieder, und wir müssen die Interessen aller Mitglieder vertreten“, betonte Seidl.

Die Weiterentwicklung des digitalen Angebotes steht für die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG deshalb an oberster Stelle. „Wir werden in Personal und Know-How investieren, wir haben ein Innovationsmanagement gegründet, um Trends zu erkennen und neue Lösungen zu entwickeln, und wir wollen unsere Beratungsqualität auch im digitalen Bereich weiter verbessern.“ Für diese Innovationen wurde die Bank mehrfach ausgezeichnet. In den Rankings „Fit for Future – Deutschlands zukunftsfähigste Unternehmen“ (F.A.Z.-Institut) und „Digital Champion – Unternehmen mit Zukunft“ (Focus Money) landet sie mit 100 Punkten auf Platz 1 unter den Volks- und Raiffeisenbanken. „Ganz besonders freuen wir uns über den Innovationspreis des Genossenschaftsverbands Bayern für unseren Banking Guide Online (Geschäftskontoeröffnung online, 1. Platz) und unsere Laura (digitaler Baufinanzierungsrechner, 3. Platz)“, so Roland Seidl.

Verwurzelt in der Region – vorbildlich im sozialen Engagement

Steuern, Stiftungen, Spenden und Sponsoring – in all diesen Bereichen zeigt sich die tiefe Verwurzelung der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee in der Region. „Wir leben die Verantwortung für die Menschen in unserer Heimat – nicht nur in Worten, sondern auch in Taten“, sagte Vorstand Mirko Gruber. 2019 zahlte die Bank rund 9 Millionen Euro an Gewerbesteuer, investierte 19 Millionen Euro und zahlte rund 40 Millionen Euro an Löhnen und Gehälter. „Damit tragen wir als Dienstleister erheblich zur Wertschöpfung vor Ort und zur Stärkung der Kaufkraft bei.“

Sehr groß ist das Engagement der Bank in verschiedenen Stiftungen. Das Grundstock- und Treuhandvermögen in der VR Bank Rosenheim-Chiemsee-Stiftung, der Bürgerstiftung Rosenheimer Land, der Bildungsstiftung Volksbank Raiffeisenbank und der Bürgerstiftung München Land beträgt rund 10 Millionen Euro. Im Internet fördert die Bank auf ihrer Homepage www.helfen.bayern Hilfe zur Selbsthilfe. Insgesamt sammelte sie hier rund 185.000 Euro, über 56.000 Euro zahlte das Institut selbst. Aktuelle Projekte sind die Rehkitzrettung mit Suchdrohnen und die Unterstützung des Dramasuri Theaterfestivals 2020. Insgesamt unterstützte die Bank mit Spenden und Sponsoring Projekten in einem Umfang von 1,4 Millionen Euro.

Beliebter Arbeitgeber mit Nachwuchs- und Frauenförderung

Nah am Kunden – engagiert für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das zeichnet die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG aus. Im besonderen Fokus des Managements steht die Förderung von Frauen. „Wir haben den Frauenanteil bei Vertretern und Vertreterinnen von 20 auf fast 40 Prozent und im Aufsichtsrat auf rund ein Drittel erhöht“, sagte Vorstand Mirko Gruber. Ein hoher Anteil an Jubilaren mit Betriebszugehörigkeiten von 10, 25 oder 40 Jahren und viele Staatspreise für Auszubildende zeigen die große Verbundenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer Bank. „Dieses Wir-Gefühl stärken wir ganz bewusst“, so Gruber. „Beispiel dafür sind unser Gesundheitsprogramm BleibGsund und unser Veranstaltungsprogramm LIFE.“

Zuversichtlich in die Zukunft

Trotz verschärfter Rahmenbedingungen und des steigenden betriebswirtschaftlichen Drucks sieht der Vorstandsvorsitzende Hubert Kamml zuversichtlich in die Zukunft. „Basis für unseren Erfolg ist unsere Beratungsqualität und unsere innovativen Leistungen. Wir haben eine höchstmögliche regionale Identität, Qualität in der Beratung und große Kundennähe. Die Verantwortung für unsere Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter steht bei uns im Mittelpunkt. Die Verschmelzung wird uns darüber hinaus noch stärker machen. Uns muss also nicht bange sein – wir sind gewappnet für die Zukunft.“